Das letzte Mal
"Vergebung dient nicht so sehr dem Täter als vielmehr dem Opfer. Es lag in meiner Macht, zu vergeben. Niemand konnte mir diese Macht verleihen, niemand konnte sie mir nehmen."
Dieser Satz ist ein Auszug des Buches "Ich habe den Todesengel überlebt", verfasst von Eva Mozes Kor. Ich habe dieses Buch im ersten Viertel des Jahres gelesen und es hat mir eine schwere Frage beantwortet. Eva war nämlich als einer der Zwillinge in Auschwitz bei Dr. Mengele zu Experimentzwecken benutzt worden. Ihre Familie wurde kurz nach der Ankunft in die Gaskammer geschickt. Ihre Zwillingsschwester litt danach sehr an den Auswirkungen der Experimente, der schließlich 1993 ihren Tribut forderte. Miriam verstarb an Krebs. Bis heute weiß niemand, was den Zwillingen verabreicht wurde.
Trotz allem entschloss die Frau sich am 50.ten Jahrestag mit einem ehemaligen KZ Arzt zu treffen und ihm schriftlich zu vergeben, welches Dokument sie beide dann unterzeichneten. Für viele Menschen ist diese Tat auf Unverständnis gestoßen. Wer kann schon den Grausamkeiten dieser Menschen vergeben?
Es geht. Und es muss gehen. Denn wer nicht vergibt, der lebt den Rest seines Lebens mit dem Gefühl dieses Ereignis nicht abschließen zu können.
Deswegen ist es hier das letzte Mal, dass ich genau an diesem Datum einen Text verfasse. Sie ist jetzt frei und schmerzlos. Ich sehe sie glücklich. Wenn ich daran festhalten würde, wäre das nicht fair.
Dieser Arzt, der mir eigentlich meine Mutter genommen, und sich nicht einmal dafür entschuldigt hat, ja genau diesem Arzt habe ich vergeben. Der Tag war schlimm, die Tat war schlimm.
Aber man sollte immer nur die Sünde hassen & nicht den Sündiger.
Diese Erkenntnis macht vieles einfacher, weil nicht nur ich loslassen, sondern auch endlich nach vorne schauen kann, ohne das Gefühl zu haben noch etwas abschließen zu müssen.
Ich hoffe, dass irgendwann jeder seinen Frieden damit findet.
Die letzten Jahre waren schwer. Ich habe mich vor diesem Tag gefürchtet, weil diese Erinnerungen immer wieder aufgetaucht sind.
Doch jetzt, genau heute, kann ich sagen:
Es war das letzte Mal
Dieser Satz ist ein Auszug des Buches "Ich habe den Todesengel überlebt", verfasst von Eva Mozes Kor. Ich habe dieses Buch im ersten Viertel des Jahres gelesen und es hat mir eine schwere Frage beantwortet. Eva war nämlich als einer der Zwillinge in Auschwitz bei Dr. Mengele zu Experimentzwecken benutzt worden. Ihre Familie wurde kurz nach der Ankunft in die Gaskammer geschickt. Ihre Zwillingsschwester litt danach sehr an den Auswirkungen der Experimente, der schließlich 1993 ihren Tribut forderte. Miriam verstarb an Krebs. Bis heute weiß niemand, was den Zwillingen verabreicht wurde.
Trotz allem entschloss die Frau sich am 50.ten Jahrestag mit einem ehemaligen KZ Arzt zu treffen und ihm schriftlich zu vergeben, welches Dokument sie beide dann unterzeichneten. Für viele Menschen ist diese Tat auf Unverständnis gestoßen. Wer kann schon den Grausamkeiten dieser Menschen vergeben?
Es geht. Und es muss gehen. Denn wer nicht vergibt, der lebt den Rest seines Lebens mit dem Gefühl dieses Ereignis nicht abschließen zu können.
Deswegen ist es hier das letzte Mal, dass ich genau an diesem Datum einen Text verfasse. Sie ist jetzt frei und schmerzlos. Ich sehe sie glücklich. Wenn ich daran festhalten würde, wäre das nicht fair.
Dieser Arzt, der mir eigentlich meine Mutter genommen, und sich nicht einmal dafür entschuldigt hat, ja genau diesem Arzt habe ich vergeben. Der Tag war schlimm, die Tat war schlimm.
Aber man sollte immer nur die Sünde hassen & nicht den Sündiger.
Diese Erkenntnis macht vieles einfacher, weil nicht nur ich loslassen, sondern auch endlich nach vorne schauen kann, ohne das Gefühl zu haben noch etwas abschließen zu müssen.
Ich hoffe, dass irgendwann jeder seinen Frieden damit findet.
Die letzten Jahre waren schwer. Ich habe mich vor diesem Tag gefürchtet, weil diese Erinnerungen immer wieder aufgetaucht sind.
Doch jetzt, genau heute, kann ich sagen:
Es war das letzte Mal

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