Der Augenblick auf dem Display
Vor drei Tagen war ich auf einem Konzert. Auf einem Bossekonzert, um genau zu sein. Aber darum geht es ehrlich gesagt nicht, mehr um die Zuschauer.
Zwar war ich bis jetzt nur zwei Mal auf einem Konzert, und doch sind mir bei beiden Veranstaltungen genau die gleichen Leute untergekommen. Und diese Menschen machen mich traurig. Nicht, weil es mich beim Konzert stört. Nicht, weil es mich persönlich angreift. Schlichtweg erschreckt es mich, dass Menschen nichts genießen, sondern mehr damit beschäftigt sind "Beweise" zu sammeln. Wovon ich rede? Dazu komme ich jetzt.
Wie schon erwähnt war es das zweite Konzert für mich, trotzdem gab es, besonders in der Kategorie "Publikum", sehr viele Parallelen. Natürlich gibt es immer wieder die Menschen, die mit ihrer Größe auf dem hintersten Platz immer noch mehr sehen könnten, als ich, wenn diese Personen genau vor mir stehen. Aber die können nun mal auch nichts für ihre Größe. Das nur mal nebenbei erwähnt, ich denke jeder, der auf einem Konzert war, kennt das.
Aber jetzt zum Punkt.
HANDYS. Ununterbrochen. Smartphones.
Ich will hier jetzt nicht hier jeden runtermachen, der das Handy beim Konzert zückt. Ich verstehe, dass man kurz mal ein Video macht, oder ein Foto, um eine Erinnerung zu schaffen, oder um es Bekannten und Freunden zeigen zu können. Das mache ich auch und ich bin auch froh drum, denn ich kann es mir immer wieder anschauen und die Atmosphäre noch einmal "erleben". Jedoch gibt es eine Grenze. Denn es gibt einen Unterschied zwischen "Erinnerungen einfangen" und, ich nenne es jetzt mal so, "Beweise sammeln". Was ich damit meine?
Ihr kennt doch auch diese Menschen, die Dinge von Ereignissen posten, die ja "so cool und lustig" waren, aber im Endeffekt haben diese Menschen den Rest der Zeit damit verbracht auf das Handy zu starren. "Beweise sammeln". Ein neuer Facebookstatus, neue Likes. Schaut Leute, ich habe etwas erlebt. Auch wenn nur auf diesem Foto. Weil ich ansonsten nur am Smartphone war.
Neben mir, wie auch damals schon beim Castival, waren zwei Mädchen, die die Zeit nur damit verbracht haben am Handy zu sein. Und wenn ich sage "Nur", dann meine ich auch "Nur". Später kamen dann weitere zwei Mädchen dazu, die anderen Personen mit ihren Selfiesticks knapp verfehlt haben. Die sich bis nach vorne gequetscht haben und 10 Minuten damit beschäftigt waren ein Selfie mit dem Sänger zu haben (der, by the way, gerade ein Konzert gibt. Aber das nur so nebenbei.). Warum?
Ich verstehe nicht, wie man Geld ausgeben kann, um dann im ersten Wellenbrecher PERMANENT am Smartphone zu sein, um Leuten bei WhatsApp zu antworten, oder die Storys anderer bei SnapChat anzuschauen, anstatt verdammt nochmal das Konzert zu sehen. Das "Ereignis, das so cool und lustig war". Weil das Foto es ja zeigt. Muss ja reichen.
"Wir waren hier". Nein, ihr wart am Handy. Das Konzert war nur wichtig für euer Bild. Um etwas darzustellen, dass in diesem Moment nicht passiert ist. Spaß, Freude, Party, Gute Stimmung. Den Moment erleben. Im Moment leben. Und ihn genießen.
Wenn ihr mehr Bilder auf eurem Smartphone habt, als Erinnerungen im Kopf, nein,
dann wart ihr nicht hier.
Dann wart ihr nicht beim Konzert. Ihr wart bei WhatsApp.
Dann habt ihr nicht das Lied mitgesungen. Ihr habt es aufgenommen.
Dann habt ihr nicht getanzt, weil sonst das Bild verwackelt.
Dann haben eure Arme vom Klatschen nicht weh getan, nur eure Finger vom Tippen.
"Wir waren hier". Nein, ihr wart am Handy.
Zwar war ich bis jetzt nur zwei Mal auf einem Konzert, und doch sind mir bei beiden Veranstaltungen genau die gleichen Leute untergekommen. Und diese Menschen machen mich traurig. Nicht, weil es mich beim Konzert stört. Nicht, weil es mich persönlich angreift. Schlichtweg erschreckt es mich, dass Menschen nichts genießen, sondern mehr damit beschäftigt sind "Beweise" zu sammeln. Wovon ich rede? Dazu komme ich jetzt.
Wie schon erwähnt war es das zweite Konzert für mich, trotzdem gab es, besonders in der Kategorie "Publikum", sehr viele Parallelen. Natürlich gibt es immer wieder die Menschen, die mit ihrer Größe auf dem hintersten Platz immer noch mehr sehen könnten, als ich, wenn diese Personen genau vor mir stehen. Aber die können nun mal auch nichts für ihre Größe. Das nur mal nebenbei erwähnt, ich denke jeder, der auf einem Konzert war, kennt das.
Aber jetzt zum Punkt.
HANDYS. Ununterbrochen. Smartphones.
Ich will hier jetzt nicht hier jeden runtermachen, der das Handy beim Konzert zückt. Ich verstehe, dass man kurz mal ein Video macht, oder ein Foto, um eine Erinnerung zu schaffen, oder um es Bekannten und Freunden zeigen zu können. Das mache ich auch und ich bin auch froh drum, denn ich kann es mir immer wieder anschauen und die Atmosphäre noch einmal "erleben". Jedoch gibt es eine Grenze. Denn es gibt einen Unterschied zwischen "Erinnerungen einfangen" und, ich nenne es jetzt mal so, "Beweise sammeln". Was ich damit meine?
Ihr kennt doch auch diese Menschen, die Dinge von Ereignissen posten, die ja "so cool und lustig" waren, aber im Endeffekt haben diese Menschen den Rest der Zeit damit verbracht auf das Handy zu starren. "Beweise sammeln". Ein neuer Facebookstatus, neue Likes. Schaut Leute, ich habe etwas erlebt. Auch wenn nur auf diesem Foto. Weil ich ansonsten nur am Smartphone war.
Neben mir, wie auch damals schon beim Castival, waren zwei Mädchen, die die Zeit nur damit verbracht haben am Handy zu sein. Und wenn ich sage "Nur", dann meine ich auch "Nur". Später kamen dann weitere zwei Mädchen dazu, die anderen Personen mit ihren Selfiesticks knapp verfehlt haben. Die sich bis nach vorne gequetscht haben und 10 Minuten damit beschäftigt waren ein Selfie mit dem Sänger zu haben (der, by the way, gerade ein Konzert gibt. Aber das nur so nebenbei.). Warum?
Ich verstehe nicht, wie man Geld ausgeben kann, um dann im ersten Wellenbrecher PERMANENT am Smartphone zu sein, um Leuten bei WhatsApp zu antworten, oder die Storys anderer bei SnapChat anzuschauen, anstatt verdammt nochmal das Konzert zu sehen. Das "Ereignis, das so cool und lustig war". Weil das Foto es ja zeigt. Muss ja reichen.
"Wir waren hier". Nein, ihr wart am Handy. Das Konzert war nur wichtig für euer Bild. Um etwas darzustellen, dass in diesem Moment nicht passiert ist. Spaß, Freude, Party, Gute Stimmung. Den Moment erleben. Im Moment leben. Und ihn genießen.
Wenn ihr mehr Bilder auf eurem Smartphone habt, als Erinnerungen im Kopf, nein,
dann wart ihr nicht hier.
Dann wart ihr nicht beim Konzert. Ihr wart bei WhatsApp.
Dann habt ihr nicht das Lied mitgesungen. Ihr habt es aufgenommen.
Dann habt ihr nicht getanzt, weil sonst das Bild verwackelt.
Dann haben eure Arme vom Klatschen nicht weh getan, nur eure Finger vom Tippen.
"Wir waren hier". Nein, ihr wart am Handy.

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