Der Mensch

Der Mensch.
Über die letzten Jahre hat er gelernt zu sprechen, doch genau so verlernt zu hören.
Er besitzt Wörter, aber diese Wörter sagen nichts. Diese Wörter verstehen nichts. Sie sind nur Wörter.
Der Mensch besitzt die Fähigkeit nicht lernen zu wollen, weil er  sich und seine Ideologie für richtig hält. Der Mensch hat Angst zu lernen, er hat Angst sich zu ändern. Weil das Ändern der eigenen Ansichten mittlerweile als "Korrektur" bezeichnet wird. Dabei hat der Mensch vergessen, dass nichts vollkommen ist. Nichts auf dieser Welt ist vollkommen richtig, so ist auch nichts komplett falsch.
Doch der Mensch braucht das Schwarz und Weiß Prinzip, weil er über die Jahre Farbenblind geworden ist. Er erkennt nicht die vielen Farbkombinationen in Meinungen, Ansichten und Gefühlen.
Der Mensch hat vergessen, dass er ein Prozess ist. Er war dazu gemacht wie eine Blume zu wachsen, beharrt aber heute darauf ein Kern zu bleiben, damit die harte Schale und die Erde ihn vor äußeren Einflüssen schützen können.
Die Menschen, die sich diesem Prinzip wiedersetzen sind naiv und lebensmüde. Mit der Entfaltung seiner Person macht er sich angreifbar. Der Mensch würde indirekten Selbstmord begehen.
Er findet Frieden im Kollektiv, nicht im Individuum. Denn der Mensch ist mit seiner Meinung nicht gern allein. Der Mensch will sich so gut wie möglich vertreten, dabei weiß er nicht einmal, was er eigentlich vertritt.
Der Mensch hat gelernt zu sprechen, doch verlernt seine eigene Sprache zu verstehen.

Der Prozess von dem Stillstand.

Der Mensch meint alles zu wissen, dabei weiß er nicht einmal, wer er eigentlich ist.

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